Der theoretische

Teil der Jugendmeisterschaft ist gelaufen. Ich war nicht sonderlich überzeugend. *fg* Am Samstag ist der praktische Teil, ich bin mal sehr gespannt, was da auf mich zukommt. Wenn ich nicht vollkommen versagt habe, bin ich am Montag bei der Siegerehrung. Ich bin gespannt, wirklich. Heute war meine Lieblingstunte wieder im Laden. Die/der sieht extrem gut aus. Also, für nen Kerl.

10.4.08 22:06, kommentieren

Heute ist der 5. April,

was bedeutet, daß meine Endausscheidungen bald stattfinden werden. Nächste Woche ist es soweit- Mittwoch. Und, wenn ich da weiter komme, auch am Samstag. Um 7:30. Es gibt keinen Gott, ich habe am Abend vorher bis 20:30 Schicht. Wie dem auch sei...

Die Highlights der Woche:
Der erste Typ, dem ich beinahe eine gelangt hätte. Er stand wirklich kurz davor. Noch ein Wort, noch eine Bewegung mehr, und er hätte sein Mittagessen auf der Station eingenommen. Wir haben nun einmal eine große Auswahl an Speisen. Ist so. Und wenn jemand eine unpräzise Bestellung aufgibt, muß ich nachfragen. "Ich hätte gerne eine Boulette." Ja. Wir haben 4 verschiedene Sorten. Warm oder kalt gegessen? Ah, er möchte Bratkartoffeln dazu. Eine ganze Portion? Wieviel denn bitte? Möchte er das kalt oder warm essen? Senf oder Ketchup dazu? Wir sind keine Pommesbude, in der der Kunde das vorgesetzt bekommt, was wir für richtig halten, sondern das, was er sich wünscht. "Sie reden wie bei der Telekom." Legt mir das Geld hin, will den "Spieß" umdrehen und sagt: "Ich zahle bar, nicht mit Karte." Dreht sich breit grinsend um, weil er einen so tollen Witz gemacht hat. Der ihn beinahe sein Grinsen gekostet hätte... Meine Kollegin meinte auch, er sei furchtbar frech gewesen. War also nicht nur meine subjektive Meinung. Meine Chefin darauf: "Ja, das macht halt den Dienstleistungsberuf aus. Wird oft unterschätzt. Aber Sie wollen das später ja eh nicht weiter machen." Öhm... Madam? Ich mache seit... 8 Jahren nichts anderes. Nur mit einem Tablet in der Hand. Und ja, ich kann Streß ab. Ich hab schon wesentlich stressigeres gemacht als das da.

Der zweite Typ: Kommt mit Sonnenbrille in den Laden. Erstens ist es furchtbar unhöflich, sich mit jemandem zu unterhalten und die Sonnenbrille dabei anzulassen. Erster Punkt. Bestellt sich aber etwas zu essen und verlangt danach nach Besteck. Das wiederum liegt bei uns aus. Auf dem Tresen. Neben dem Teller, den er aufnehmen mußte, um ihn an den Tisch zu bringen. Tja. In geschlossenen Räumen sieht es sich ohne Sonnenbrille einfach besser.

 Uuuund: Madam. Stellt sich an der falschen Seite der Schlange an, ich bin gerade fertig, sie funkelt mich an: "Ich hätte gerne eine Bretzel." "Es tut mir leid, ich kann Sie nicht den anderen Kunden bevorzugen, die sich eingereiht haben. Die Reihe beginnt auf der anderen Seite." "Na, dann eben nicht." Dreht sich um und geht. Und das in einem Tonfall... Das war das erste mal, daß ich nicht nur innerlich aufgestöhnt habe. Wie ein kleines, bockiges Kind...

Das ärgert mich hier in Berlin so wie so: Jeder will hier der erste sein. Die wenigsten nehmen Rücksicht auf ihren Nächsten. Es wird gedrängelt, gestoßen, und wenn es nicht schnell genug geht, dann auch rumgeschrieen. Zwei Situationen: Eine Frau hastet hinter mir die Ubahnhofstreppen hinunter, kann aber zwischen mir und meiner Begleitung nicht vernünftig durch. Anstatt entweder außen rum zu gehen oder einfach zu warten, giftet sie mich an.
Zweites: Eine junge Mutter, die sich ihr Geld in einer Pizzabude verdient, um noch klarzukommen (ich kenne sie zufällig flüchtig), schiebt seelig ihren Kinderwagen, noch in den Arbeitsklamotten, einen Weg entlang. Der Weg ist nicht allzu schmal, das Kind spielt mit einem Regenschirm. Eine Frau kommt von vorne, nimmt beides wahr, und geht extrem nah an diesem Kinderwagen vorbei. Das Kind läßt in diesem Augenblick den Schirm vor die Beine der Frau fallen. Anstatt einfach einen Schritt mehr zur Seite zu gehen...

Ich möchte hier so schnell wie möglich weg... Wirklich...

5.4.08 22:12, kommentieren

Ich

habe schon gehört, daß sich die Menstruationszyklen von Frauen innerhalb einer Familie angleichen. Gilt das auch, wenn die Arbeit eine Art Ersatzfamilie ist? Ich bin erstaunt, wirklich. Zickenterror. Ich bin momentan der einzige Mann in der Fililale. War ich schon mal, aber irgendwie... War es etwas anderes. Eine Kollegin touched mich ziemlich an. Hat sogar erkannt, daß ich ein Mobiltelephon in der Hosentasche hatte. Nuja, wenn sie das mitbekommt, durch ertasten?

Die Kunden waren heute mindestens genauso zickig. Himmel hilf...

7:00- 16:00

17.3.08 18:13, kommentieren

Also...

Ich bin krankgeschrieben. Habe also demanch endlich einmal Zeit, meinen Blog weiterzuführen. Ich bin schon Donnerstag nicht zur Arbeit gegangen, dafür Freitag zur Schulung. Wollte heute wieder arbeiten, habe gestern angerufen, um zu sagen, daß ich eigentlich nicht arbeiten wollen würde (Weil halt krankgeschrieben...), wurde darum gebeten, zu kommen, um dann heute, noch vor Dienstbeginn, wieder nach Hause geschickt zu werden. Japp. Genau. Danke. Ich bin tatsächlich krank, und da die BVG streikt, ist es auch nicht sonderlich einfach, zur Arbeit zu kommen. Grandios.

Nachträge der letzten Tage:

Also, die Vorausscheidungen sind gelaufen. Die Ergebnisse stehen fest- und ich habe eine Wette mit meiner Mutter verloren. Ich bin tatsächlich weiter. 3. Platz. *fg* Tja. Nu kommen die Endausscheidungen. Ich bin einmal gespannt.
Das beste in den letzten Tagen:

Eine Kundin kam irgendwann mal an und meinte, aus heiterem Himmel: "Sie sind aber ein junger, hübscher Mann.". Ich hab anscheinend leicht verdutzt geschaut, mich zu meinem Kollegen umgedreht- der war aber nicht da. Sie scheint tatsächlich mich gemeint zu haben. "Warum reagieren Sie denn so?" "Bei uns sind rüde Worte gewöhnlicher als Komplimente".

Meine Beurteilung ist... merkwürdig. Sie meinte, wortwörtlich: "Das ist keine Beurteilung, die Sie in Ihrer Ausbildung nicht bestehen läßt, aber da ich ja von einigen Kollegen gehört habe, daß Sie die Ausbildung nur machen, um darauf etwas anderes aufzubauen, ist es ja egal." Öhm.... Also, weil ich die Ausbildung nicht als Lebensinhalt ansehe, verdiene ich keine korrekte Benotung? Meine Ausbildungsleitung hat mich allerdings beruhigt, sie wüßte schon, wie sie diese Beurteilung zu lesen hätte- anscheinend macht die Frau das öfter so...

 

1 Kommentar 8.3.08 13:17, kommentieren

Yiha.

In meinem persönlichen "worst day"- ranking steht dieser Tag eindeutig oben. Ganz weit oben. Dabei bin ich nicht einmal alleine leidtragend, es wäre ja unfair, die Kollegen außen vor zu lassen.
Aaaalso, das erste, was sich unsere Kundschaft heute gelappt hat: Eine meiner Kolleginnen hat sich mit einer anderen Kollegin unterhalten. Heute war nicht so viel los, es ist Samstag, da ist vor 12 Uhr nur Kaffeebetrieb. Da unsere Gäste da schon alle versorgt waren, blieb also Zeit für ein Gespräch. Auf enimal fährt eine ältere Kundin auf:" Für das, was Sie da gerade gesagt haben, sollte man Sie anzeigen! Das geht doch so wirklich nicht!" Die Kollegin, mit der sich die gemeinte unterhalten hatte, fragte nach. "Was hat sie denn gesagt?" "Darauf möchte ich jetzt nicht eingehen." Sagt´s, und verschwand. Tja, Teil eins.

Teil zwei: Die Geschichte mit den 50 Euro. Ein Kunde kommt an: "Oh, schaun Sie mal, da liegen 50 Euro eingeklemmt." (In meiner Glasscheibe, aber auf Seite des Kunden. Er gibt sie mir, ich sage: "Ich lege die erstmal beiseite und sage der Filialleitung bescheid. Eine andere Kollegin kommt an und fragt, was das für Geld sei. Ich sage ihr, daß das gefunden wurde, ich das der Filalleitung sagen will und es dann erstmal in die Kasse lege. Dann gehe ich, nachdem ich den ehrlichen Kunden bedient habe, tatsächlich zu meiner Filialleitung, die schon von der Kollegin davon weiß, und sage ihr, daß die 50 Euro, die da liegen, gefunden wurden und ich sie ersteinmal in die Kasse lege. Ich habe also dreimal laut gesagt, daß 50 Euro abgegeben wurden. 5 Minuten später kommt ein Mann an und sagt, daß seine Frau 50 Euro verloren hat. In dem Augenblick schwant mir böses, und ich sage ihm, er solle das bitte mit der Filialleitung klären (Hey, ich bin Azubi, und wenn am Ende des Tages 50 Euro in der Kasse fehlen, die ich jemanden einfach so mitgebe, weil er behauptet, das Geld gehöre ihm- sicher... Ich habe keine anderen Hobbies.) Er geht also zur Filialleitung, singt sein Lied, stürmt dann irgendwann raus. Sie erklärt mir dann nachher, daß er mich vorgeworfen hat, ich hätte die 50 Euro wissentlich eingesteckt, also, ich hätte gewußt, daß seine Frau die da hingelegt hat. Meine Filialleitung hat mich zwar in Schutz genommen ("Nein, das kann ich mir wirklich nicht vorstellen...", aber ich danke Gott dafür, daß ich so umsichtig war, es ihr früh genug zu sagen....

Die Frau, die ihr Kind so zusammengeschrieen hat. Das Kind hat die Fruchtbuttermilch vor dem Bezahlen geöffnet. Was bei uns kein Problem ist. Eigentlich. Das Kind hat aber ein wenig davon verschüttet. Die Mutter, die anscheinend mit ihren Nerven am Ende war, hat also unseren ganzen Laden zusammengeschrieen. "Ich bin pappsauer. Du weißt doch, daß wir das erst bezahlen müssen. Kannst du nicht mal zwei Minuten warten?" Erstens: Wer gibt nem Kind etwas in die Hand, was es will? Geht doch selten gut... Zweitens: Es geht den Rest der Kundschaft nichts an. Drittens: Es interessiert uns auch nicht.

Kennt ihr diese Fische, die, wenn jemand vorbeigeht, anfangen, zu singen? SO komme ich mir vor. "Guten Tag." "Auf Wiedersehen." "Ein schönes Wocheende!" Rund 80% der Gäste antworten nicht mal drauf. Wozu auch. Grüßt ihr solche Fische?

 

2 Kommentare 1.3.08 23:57, kommentieren

Berufsschule, dritter Tag

Ich werde heute nicht motzen. Vielleicht erstaunlich zu hören, aber ich versuche mich.
Berufsschule: War witzlos wie immer. Ich habe eine Sonderaufgabe bekommen, und zwar soll ich eine excel- Tabelle erstellen, mit einem Beliebtheitsgrad, das Ding soll zurückrechnen können- also alles in allem nichts schwieriges.
Heute war das erste Mal, daß ich wirklich herzlich in der Berufsschule gelacht habe. Es ging um Enzyme, um die Substratspezifität usw. Wir hatten gerade ein Modell von Maltase auf dem Projektor liegen, und unsere Lehrerin (die ich immer noch nicht mag, aber was soll´s...) fragte einen Mitschüler: "Und, kann man damit Lipide spalten?" Er: "Nö." Sie: "Was braucht man dann?" Er: "Nen Adapter?" Geil. Ich kann mich darüber immer noch amüsieren. Manmanman...

Zu meiner Meisterschaft: Es hat sich insgesamt nur eine Teilnehmerin/ein Teilnehmer effektiv rausgekegelt. Ich habe heute bei der Verantwortlichen angerufen, weil ich wissen wollte, wie´s ausgegangen ist. Die Ergebnisse stehen erst im Laufe der nächsten Woche fest, ich soll dann einfach anrufen, wenn ich nicht unter den ersten 10 bin. ich würde mich wirklich freuen. Aber ich glaube tief im Inneren nicht daran. Wurscht, das wird wirklich nur die Zeit zeigen. Ich hab gut geraten, von daher- mal schaun, was das gibt.

Meine stellvertretende Filialleiterin hat mich heute angerufen: Ich habe die nächsten beiden Arbeitstage voll. -.- Also von 9:30- 20:30- obwohl ich eigentlich um Urlaub bzw. ein freies Wochenende gebeten hatte. Super...

Egal, wenn ich jetzt nicht auffhöre, fange ich wieder an... Bis dahin...

1 Kommentar 27.2.08 21:30, kommentieren

Berufsschule, dritter Tag

Ich werde heute nicht motzen. Vielleicht erstaunlich zu hören, aber ich versuche mich.
Berufsschule: War witzlos wie immer. Ich habe eine Sonderaufgabe bekommen, und zwar soll ich eine excel- Tabelle erstellen, mit einem Beliebtheitsgrad, das Ding soll zurückrechnen können- also alles in allem nichts schwieriges.
Heute war das erste Mal, daß ich wirklich herzlich in der Berufsschule gelacht habe. Es ging um Enzyme, um die Substratspezifität usw. Wir hatten gerade ein Modell von Maltase auf dem Projektor liegen, und unsere Lehrerin (die ich immer noch nicht mag, aber was soll´s...) fragte einen Mitschüler: "Und, kann man damit Lipide spalten?" Er: "Nö." Sie: "Was braucht man dann?" Er: "Nen Adapter?" Geil. Ich kann mich darüber immer noch amüsieren. Manmanman...

Zu meiner Meisterschaft: Es hat sich insgesamt nur eine Teilnehmerin/ein Teilnehmer effektiv rausgekegelt. Ich habe heute bei der Verantwortlichen angerufen, weil ich wissen wollte, wie´s ausgegangen ist. Die Ergebnisse stehen erst im Laufe der nächsten Woche fest, ich soll dann einfach anrufen, wenn ich nicht unter den ersten 10 bin. ich würde mich wirklich freuen. Aber ich glaube tief im Inneren nicht daran. Wurscht, das wird wirklich nur die Zeit zeigen. Ich hab gut geraten, von daher- mal schaun, was das gibt.

Meine stellvertretende Filialleiterin hat mich heute angerufen: Ich habe die nächsten beiden Arbeitstage voll. -.- Also von 9:30- 20:30- obwohl ich eigentlich um Urlaub bzw. ein freies Wochenende gebeten hatte. Super...

Egal, wenn ich jetzt nicht auffhöre, fange ich wieder an... Bis dahin...

27.2.08 21:29, kommentieren

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