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Yiha.

In meinem persönlichen "worst day"- ranking steht dieser Tag eindeutig oben. Ganz weit oben. Dabei bin ich nicht einmal alleine leidtragend, es wäre ja unfair, die Kollegen außen vor zu lassen.
Aaaalso, das erste, was sich unsere Kundschaft heute gelappt hat: Eine meiner Kolleginnen hat sich mit einer anderen Kollegin unterhalten. Heute war nicht so viel los, es ist Samstag, da ist vor 12 Uhr nur Kaffeebetrieb. Da unsere Gäste da schon alle versorgt waren, blieb also Zeit für ein Gespräch. Auf enimal fährt eine ältere Kundin auf:" Für das, was Sie da gerade gesagt haben, sollte man Sie anzeigen! Das geht doch so wirklich nicht!" Die Kollegin, mit der sich die gemeinte unterhalten hatte, fragte nach. "Was hat sie denn gesagt?" "Darauf möchte ich jetzt nicht eingehen." Sagt´s, und verschwand. Tja, Teil eins.

Teil zwei: Die Geschichte mit den 50 Euro. Ein Kunde kommt an: "Oh, schaun Sie mal, da liegen 50 Euro eingeklemmt." (In meiner Glasscheibe, aber auf Seite des Kunden. Er gibt sie mir, ich sage: "Ich lege die erstmal beiseite und sage der Filialleitung bescheid. Eine andere Kollegin kommt an und fragt, was das für Geld sei. Ich sage ihr, daß das gefunden wurde, ich das der Filalleitung sagen will und es dann erstmal in die Kasse lege. Dann gehe ich, nachdem ich den ehrlichen Kunden bedient habe, tatsächlich zu meiner Filialleitung, die schon von der Kollegin davon weiß, und sage ihr, daß die 50 Euro, die da liegen, gefunden wurden und ich sie ersteinmal in die Kasse lege. Ich habe also dreimal laut gesagt, daß 50 Euro abgegeben wurden. 5 Minuten später kommt ein Mann an und sagt, daß seine Frau 50 Euro verloren hat. In dem Augenblick schwant mir böses, und ich sage ihm, er solle das bitte mit der Filialleitung klären (Hey, ich bin Azubi, und wenn am Ende des Tages 50 Euro in der Kasse fehlen, die ich jemanden einfach so mitgebe, weil er behauptet, das Geld gehöre ihm- sicher... Ich habe keine anderen Hobbies.) Er geht also zur Filialleitung, singt sein Lied, stürmt dann irgendwann raus. Sie erklärt mir dann nachher, daß er mich vorgeworfen hat, ich hätte die 50 Euro wissentlich eingesteckt, also, ich hätte gewußt, daß seine Frau die da hingelegt hat. Meine Filialleitung hat mich zwar in Schutz genommen ("Nein, das kann ich mir wirklich nicht vorstellen...", aber ich danke Gott dafür, daß ich so umsichtig war, es ihr früh genug zu sagen....

Die Frau, die ihr Kind so zusammengeschrieen hat. Das Kind hat die Fruchtbuttermilch vor dem Bezahlen geöffnet. Was bei uns kein Problem ist. Eigentlich. Das Kind hat aber ein wenig davon verschüttet. Die Mutter, die anscheinend mit ihren Nerven am Ende war, hat also unseren ganzen Laden zusammengeschrieen. "Ich bin pappsauer. Du weißt doch, daß wir das erst bezahlen müssen. Kannst du nicht mal zwei Minuten warten?" Erstens: Wer gibt nem Kind etwas in die Hand, was es will? Geht doch selten gut... Zweitens: Es geht den Rest der Kundschaft nichts an. Drittens: Es interessiert uns auch nicht.

Kennt ihr diese Fische, die, wenn jemand vorbeigeht, anfangen, zu singen? SO komme ich mir vor. "Guten Tag." "Auf Wiedersehen." "Ein schönes Wocheende!" Rund 80% der Gäste antworten nicht mal drauf. Wozu auch. Grüßt ihr solche Fische?

 

2 Kommentare 1.3.08 23:57, kommentieren

Also...

Ich bin krankgeschrieben. Habe also demanch endlich einmal Zeit, meinen Blog weiterzuführen. Ich bin schon Donnerstag nicht zur Arbeit gegangen, dafür Freitag zur Schulung. Wollte heute wieder arbeiten, habe gestern angerufen, um zu sagen, daß ich eigentlich nicht arbeiten wollen würde (Weil halt krankgeschrieben...), wurde darum gebeten, zu kommen, um dann heute, noch vor Dienstbeginn, wieder nach Hause geschickt zu werden. Japp. Genau. Danke. Ich bin tatsächlich krank, und da die BVG streikt, ist es auch nicht sonderlich einfach, zur Arbeit zu kommen. Grandios.

Nachträge der letzten Tage:

Also, die Vorausscheidungen sind gelaufen. Die Ergebnisse stehen fest- und ich habe eine Wette mit meiner Mutter verloren. Ich bin tatsächlich weiter. 3. Platz. *fg* Tja. Nu kommen die Endausscheidungen. Ich bin einmal gespannt.
Das beste in den letzten Tagen:

Eine Kundin kam irgendwann mal an und meinte, aus heiterem Himmel: "Sie sind aber ein junger, hübscher Mann.". Ich hab anscheinend leicht verdutzt geschaut, mich zu meinem Kollegen umgedreht- der war aber nicht da. Sie scheint tatsächlich mich gemeint zu haben. "Warum reagieren Sie denn so?" "Bei uns sind rüde Worte gewöhnlicher als Komplimente".

Meine Beurteilung ist... merkwürdig. Sie meinte, wortwörtlich: "Das ist keine Beurteilung, die Sie in Ihrer Ausbildung nicht bestehen läßt, aber da ich ja von einigen Kollegen gehört habe, daß Sie die Ausbildung nur machen, um darauf etwas anderes aufzubauen, ist es ja egal." Öhm.... Also, weil ich die Ausbildung nicht als Lebensinhalt ansehe, verdiene ich keine korrekte Benotung? Meine Ausbildungsleitung hat mich allerdings beruhigt, sie wüßte schon, wie sie diese Beurteilung zu lesen hätte- anscheinend macht die Frau das öfter so...

 

1 Kommentar 8.3.08 13:17, kommentieren

Ich

habe schon gehört, daß sich die Menstruationszyklen von Frauen innerhalb einer Familie angleichen. Gilt das auch, wenn die Arbeit eine Art Ersatzfamilie ist? Ich bin erstaunt, wirklich. Zickenterror. Ich bin momentan der einzige Mann in der Fililale. War ich schon mal, aber irgendwie... War es etwas anderes. Eine Kollegin touched mich ziemlich an. Hat sogar erkannt, daß ich ein Mobiltelephon in der Hosentasche hatte. Nuja, wenn sie das mitbekommt, durch ertasten?

Die Kunden waren heute mindestens genauso zickig. Himmel hilf...

7:00- 16:00

17.3.08 18:13, kommentieren

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